FDR - Fuchs Diamanten Report

die Preisliste geschliffener Diamanten (Brillanten)

Bewertungen, Entwicklungen, Trends und Erwartungen der Preise für Diamanten

Alexander Fuchs 06.Juli 2017

Wie werden synthetische Diamanten den Diamantenmarkt verändern? 

Lange Zeit haben die Fachleute den Einfluss von synthetischen Diamanten als geringfügig abgetan. Seit sich jedoch die Produktionsmethoden verbessert und die produzierten Mengen deutlich zugenommen haben, beschäftigen sich die Händler mit den möglichen Auswirkungen der künstlichen Steine auf den Diamantenmarkt. Es werden Vergleiche mit den Situationen bei den Edelsteinen Saphir, Rubin und Smaragde herangezogen, die ebenfalls seit Jahrzehnten künstlich hergestellt werden. Auch dort haben die künstlichen Produkte die Geschäftstätigkeiten eher belebt als gestört. Einzig der Aufwand für die Erkennung ist deutlich höher geworden. Auch diese Edelsteine werden weiterhin als Geldanlage gewählt.


 Alexander Fuchs 13.Juli 2017

Stimmung verbessert sich

In Vorbereitung auf die Schmuckmesse JCK Las Vegas, die Anfang Juni startet, haben sich die Diamantenhändler nur mit den notwendigsten Waren eingedeckt. Die Stimmung scheint sich aufzubessern, doch der Durchbruch einer signifikant steigenden Nachfrage nach Diamantenschmuck ist noch nicht in Aussicht. In China wächst allmählich die Kauflust. Die Produzenten, wie De Beers, versuchen die Nachfrage auf dem Juweliermarkt durch höhere Rohwarenpreise zu stimulieren. Bislang griff diese Taktik nicht. Einzig die Schleifer waren die Leidtragenden, da sie verpflichtet sind Rohware abzunehmen, aber ihr Weiterverkauf an den Markt für geschliffene Ware tröpfelte nur.

 Momentan herrscht ein Käufermarkt in beiden Märkten (Rohdiamanten und geschliffene Steine), der Steine im exzellenten Schliff zu niedrigen Preisen verlangt. Das bedeutet für die Schleifer einen höheren Schleifverlust und somit geringere Marge pro Rohstein.       

Zurzeit sind Steine zwischen 0,30 ct und 1,20 ct in guten Farben E - H und guten bis mittleren Reinheiten IF – si1 gefragt. 

 

Alexander Fuchs 20.September 2017

Diamantenpreise fallen auf breiter Front.

Sowohl die Preise für Rohdiamanten als auch die Preise geschliffener Diamanten sind im Sinkflug. Seit Monaten registrieren die Händler geringe Kauflust. Die wenige Käufer verlangen Rabatte von den Händlern, die diese nicht gewähren wollen. Doch das Angebot ist so groß, dass mit weiter fallenden Preisen bis zum Weihnachtsgeschäft zu rechnen sind. Durch den starken Eurokurs sind die Diamantenpreise in Europa deutlicher gefallen. Allein in den vergangenen 5 Jahren fiel der Preisindex für Diamanten in Deutschland um fast 34 Prozent.

Daher verstärkt De Beers seine Marketingaktionen in China. Der ehemalige Monopolist konzentriert sich sehr stark auf den asiatischen Raum, da er dort das größte Potential und Nachholbedarf für Diamantenschmuck sieht. De Beers hat schon lange seinen Elfenbeinturm des Rohmarktes verlassen und mischt mit im Markt der geschliffenen Diamanten. Mit seiner eigenen Kollektion “forevermark“ wird Diamantenschmuck über eigenen und autorisierte Geschäfte vermarktet. Zudem werden die Steine mit Diamantenexpertisen aus dem eigenen gemmologischen Labor IIDGR (International Institute of Diamond Grading & Research) verkauft. Dieses Labor hat jüngst eine Partnerschaft mit einer chinesischen Geschäftskette abgeschlossen, um dessen Angebot an Diamantenschmuck mit den Graduierungsreports des IIDGR auszustatten. Wen man weiß, dass De Beers auch einer der größten Anbieter von synthetischen Diamanten ist, stellt man sich die Frage, ob das Unternehmen durch die Beherrschung der gesamten Diamantenpipeline wieder zum Monopolisten aufsteigen will.  

 

Alexander Fuchs 27. November 2017

Kurz vor dem Weihnachtsgeschäft steigt die Stimmung

Positive Nachrichten von den Minen über neue Funde großer Rohdiamanten sorgen für gute Stimmung am Diamantenmarkt. Dazu tragen auch die aktuellen Ergebnisse der Versteigerungen einzigartiger Diamanten bei. Auch wenn in den vergangenen Tagen nicht alle ausgerufenen Diamanten der Sonderklasse, wie der 37,3 Karat schwere, pinkfarbene Diamant, der im Jahr 2015 in Südafrika gefunden wurde, versteigert werden. In einer der kommenden Versteigerungen wird sich sicherlich ein Käufer für den geschätzten Preis von 17 Mio. Euro finden.

Die Händler bestätigen, dass sich das Handelsklima auch für kurante Ware verbessert hat.

Die Schwierigkeiten bei den Rohwarenhändlern sind noch nicht gänzlich bewältigt. Hoher Abnahmedruck von den Bergbaufirmen, gefüllte Lager, fehlende Finanzierer, mangelnde Liquidität und langsamer Abverkauf lassen die Schleifer stöhnen.

Der Diamantenhandel verspricht sich in diesem Jahr während der Weihnachtsgeschäftes einen ähnlich hohen wie im vergangenen Jahr. Die Kauflust in Chins, Indien und den USA hat langsam angezogen. Dies belegen die Verkaufszahlen für Schmuck während des Singles‘ Day auf der chinesischen E-Commerce Plattform Alibaba. Wobei die Angebote mit hohen Rabatten verkauft wurden.

Für den Anleger in Diamanten wird sich die Durststrecke noch etwas verlängern. Bei einem Einkaräter Anlagediamant sank der Verkaufspreis in den vergangenen 5 Jahren um 28 Prozent. Abzüglich MwSt und einer geringen Handelsspanne von 15 Prozent ist der Stein heute nur die Hälfte wert. Die Händler erwarten, dass die Diamantpreise sich im kommenden Jahr wieder erholen werden, da die vorhandene Geldmenge Sachwerte sucht. 


Alexander Fuchs 24. September 2018

Preise synthetischer Diamanten 

Das Angebot im Labor gezüchteter Diamanten hat in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Auf Grund dieses erhöhten Angebots stehen die Preise unter Druck. In den Preislisten des Internets werden gezüchtete Einkaräter etwa 50 Prozent bis 65 Prozent unter den Preisen natürlicher Diamanten.

Es wird erwartet, dass die Nachfrage nach Diamantschmuck mit den produzierten Steinen in diesem Weihnachtsgeschäft deutlich anziehen wird. Der oder dem Beschenkten wird der Unterschied des Diamanten sowieso nicht auffallen.